Antonio Leonte im Porträt: Zukunftsfähige Architektur in Wien Mauer

Mit The George entsteht in Wien Mauer ein exklusives Wohnprojekt, das architektonischen Anspruch, Alltagstauglichkeit und Zukunftsperspektive zusammenbringt. Architekt Antonio Leonte plant dabei präzise: mit Blick auf Grundstück, Klima, Budget und vor allem auf die Menschen, die hier leben werden.

Antonio Leonte, Architekt, Wien

„In meiner Arbeit geht es immer darum, die höchstmögliche Lebensqualität für die künftigen Bewohner zu schaffen.“ Das sagt Antonio Leonte, Wiener Architekt mit italienischen Wurzeln, Spezialist für Green Building mit Lehrauftrag, besonders erfahren in der Planung luxuriöser Wohnbauten und Mehrfamilienhäuser. Für Freyenthal hat Leonte nun „The George“ geplant, ein Ensemble aus fünf exklusiven Gartenvillen in direkter Waldlage und mit überzeugendem Wienblick.

Leonte studierte in Rom, sammelte seine Praxis in italienischen Architekturbüros und bei der Arbeit an internationalen Projekten, bevor er 2012 sein Wiener Büro AL Architekt ZT eröffnete.

Antonio Leonte Einfamilienhaus Architekt
Antonio Leonte, Architekt, Urlaubshaus

Die Annäherung an The George begann, wie alle seine Projekte, direkt vor Ort: „Ich kommuniziere mit dem Grundstück. Ich begehe das Grundstück, fühle mich in die räumlichen Gegebenheiten ein, genauso wie in die Lebensrealität möglicher Bewohner:innen.“ Zufahrt, Bäume, Orientierung, Nachbarn, Blickachsen geben dabei die Parameter der Planung.

Wohnen am Stadtrand: Exklusive Zurückgezogenheit

Im Fall von „The George“ bedeutet das: ein starkes Umfeld, anspruchsvolle Klientel und eine Kulisse, die man nicht einfach verbauen darf. Leonte: „Es geht in dieser Planung stark um die Proportionen zwischen Grünbereich und Gebäude, das muss harmonisch bleiben.“ Und weiter: „Die einzelnen Villen sind so positioniert, dass jeweils eine Grünfläche mit Sonnenblick zur Straße hin zur Verfügung steht, auf der anderen Seite, aber noch Platz für Rückzug und Privatsphäre zum Wald hin bleibt.“ Durch diese Einteilung wird der Freibereich auch in weiten Teilen des Jahres gut nutzbar: „Auf der Südseite lassen sich bereits im Frühling Sonnenstunden genießen. Als Nordgarten mit großen Bäumen bieten die hinteren Flächen Abkühlung und Sonnenschutz im Sommer.“

Open Floor Plan: Individualität trotz Projektlogik

Wohnprojekte brauchen Struktur, Gemeinden definieren Baugrenzen, Bauträger kalkulieren. Um den künftigen Bewohner:innen ein größtmögliches Maß an Gestaltungsspielraum zu ermöglichen, setzt Leonte bei der Gestaltung der einzelnen Villen auf ein Open Floor-Konzept, so bleibt die Flexibilität in Bezug auf den Grundriss erhalten. (verlinkung blogbeitrag open space floor)

Generell geht der Trend hin zu „Effizienz und kleinerem Wohnraum“, weiß Leonte. Kompakter zu bauen, spare dabei vor allem Ressourcen und senke die Kosten. „Mit einer intelligenten Planung erreichen wir heute die gleichen Ziele, wie vor 20 Jahren, aber wir brauchen dafür weniger Fläche.“ Die Nachfrage bestätigt ihn: „Die Leute wollen gar nicht mehr 350 m² bauen.“ Häufig liegen Einfamilienhäuser heute bei 150 bis 200 m² Wohnfläche.

Modernes Haus mit Pool auf Vorsorgegrund in der Georgsgasse in Wien.

Die Psychologie der Planung: Lebensrhythmus statt Zimmerliste

Leonte fragt aber nicht nur Quadratmeter ab. Er interessiert sich für den Alltag seiner Kund:innen. „Ich bin der Koch. Aber die künftigen Bewohner:innen bringen mir die Zutaten für das optimale Ergebnis. Sie wissen am besten, was ihnen schmeckt.“ Deshalb will er wissen: wie ist das Freizeitverhalten, der Beruf, die Arbeitszeiten, die Gewohnheiten? „Das ist wichtig. Wenn Bewohner:innen beispielsweise täglich bei Sonnenuntergang zu Hause sind, dann muss ich das wissen, denn dann spielen diese Sichtachsen auch für die Planung eine übergeordnete Rolle.“  Und weiter: „Aus all diesen Informationen heraus – der Besichtigung, meinen Eindrücken vom Grundstück und natürlich den Gegebenheiten aus Budget und Baubestimmung – plane ich dann ein Haus. Ein einzigartiges Haus.“

Vom Luxus des Wohnens: Licht, Materialien, Außenflächen

Geht es um das Thema Luxus, beobachtet Leonte durchaus kulturelle Unterschiede und Eigenheiten. Oft geht es um Repräsentation und den Einsatz bestimmter Materialien. Für ihn persönlich gehört unbedingt noch ein weiterer wichtiger Akzent dazu: Die Sonne. Das zeigt sich auch in seiner Architektur, etwa durch räumliche Übergänge, Schiebetüren, Transparenz und durch Räume, die sich im Sommer komplett nach außen hin öffnen.

Vieles davon zeigt sich auch bei den Villen von The George: ein Projekt, das Exklusivität, Naturnähe, Alltagstauglichkeit, Flexibilität und Klimaintelligenz verbindet.

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